Teambuilding im Stuntwerk Rosenheim

Bericht im "Mangfallboten" vom 25.02.2022

Bouldern und Ninja Warrior statt Klassenzimmer – Teambuilding im Stuntwerk Rosenheim

Die Klasse 6aG besuchte am vergangenen Mittwoch gemeinsam mit Klassenleiterin Anne-marie Beck und Jugendsozialarbeiterin Franziska Wörndl das Stuntwerk Rosenheim, eine Boulder-, Parkour- und Ninja-Warrior-Halle im Aicherpark Rosenheim.
Unter Anleitung von Trainer Steffen wärmten sich die Schüler*innen zunächst auf, veranstal-teten dann einen Staffellauf durch den Parkour-Bereich der Halle und lernten schließlich in Gruppen aufgeteilt mehr über die Trendsportarten Bouldern und Ninja Warrior. Neben Sicher-heitsaspekten und der Benutzerordnung wurden auch viele Techniken der jeweiligen Sportar-ten vermittelt. Dazu erzählt Dijon (12) begeistert: „Unser Trainer Steffen war wirklich toll, er hat viele Fragen beantwortet und uns auch immer wieder Tipps gegeben.“
Entsprechend dem Motto von Stuntwerk #findyourchallenge konnte sich jede Schülerin und jeder Schüler schnell einer eigenen Herausforderung stellen und angefeuert durch die Mit-schüler*innen Boulderprobleme lösen, Hindernisse im Ninja Warrior Parkour bewältigen oder die eigene Angst vor einem Sprung aus mehreren Metern Höhe in ein Luftkissen bewältigen. So berichtet Sophie (13): „Ich hatte am Anfang Höhenangst, aber irgendwann habe ich es ohne Angst und ohne herunterzufallen an den Boulderwänden bis ganz nach oben geschafft. Aus unserem Ausflug habe ich gelernt, dass man Angst haben kann, aber die Angst auch überwinden kann.“ Dennis (12) dagegen ist stolz auf seinen Salto, den er aus 3 Metern Höhe auf das Luftkissen gemacht hat. Am Bouldern im Überhang hat sich Zita (12) geübt: „Am An-fang hat es nicht geklappt und ich bin immer wieder heruntergefallen, aber nach ein paar Ver-suchen habe ich es dann doch geschafft.“ Simon (12) hat sich die Überwindung eines Hin-dernisses im Ninja Warrior Parkour zum Ziel gesetzt und anhand seines Muskelkaters in den folgenden Tagen gemerkt, dass er sich wirklich angestrengt hat, um dieses Ziel zu erreichen.
Den Ausflug hat Jugendsozialarbeiterin Franziska Wörndl angeregt und gemeinsam mit Klas-senleiterin Annemarie Beck organisiert. Annemarie Beck erklärt dazu: „Gerade in der mo-mentanen Zeit ist es besonders wichtig, dass sich unsere Schüler*innen in der Gemeinschaft bewegen und durch positive Selbsterfahrungen ihre Fähigkeiten und Kompetenzen stärken. Besonders schön zu sehen war heute für mich, wie die Klasse zusammenhält, sich gegensei-tig unterstützt und bestärkt. So wurde etwa eine Mitschülerin, die Angst vor dem Sprung in das Luftkissen hatte, lauthals von der ganzen Klasse angefeuert, ermutigt und auf dem Weg zur Absprungkante begleitet.“ Hier ergänzt Franziska Wörndl: „In der Praxis merken wir, dass gemeinsame Ausflüge, spielerischer Kompetenzerwerb und die Inkorporation außerschuli-scher Lernorte in den regulären Unterricht positive Auswirkungen haben – nicht nur auf die Klassengemeinschaft, sondern auch auf das Lernklima im Unterricht sowie die Physis und Psyche unserer Schülerinnen und Schüler. Eine gute Klassengemeinschaft und ein positiver, wertschätzender und unterstützender Umgang der Schülerinnen und Schüler untereinander sind eine große Ressource und stärken die Resilienz des Einzelnen in allen Lebensbereichen.“

Bericht im "Mangfallboten" vom 25.02.2022