AG Schulgarten 2015/16

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Ein neues Eingangstor

Es grünt und blüht ...

Über die Sommerferien ist unser Garten wie immer ziemlich verwildert. Das Franzosenkraut und andere Unkräuter stehen brusthoch in den Beeten.
Zuerst einmal gilt es, das Aussamen zu verhindern durch Abschneiden der Fruchtstände.

In diesem Jahr ist auch ein Heckenschnitt geplant. Unsere kleinen Hainbuchensetzlinge haben sich in den letzten Jahren zu einer ansehnlichen Hecke entwickelt. Die 9.Klasse unter Leitung von Frau Voege nahm den Schnitt vor. Das Schnittmaterial können wir gut für das Hochbeet brauchen.

Die Herbstarbeiten beginnen mit der Kenntnis von Wurzelunkräutern und dem Umgraben der Beete. Mangold, Feuerbohnen und Malven lassen wir noch stehen. Durch den milden Herbst sind sie noch ein schöner Blickfang. Bereits vor dem Frost muss man Zwiebeln für Krokusse, Tulpen, Narzissen und andere Frühblüher setzen. Zusätzlich schützen wir die Beete vor Austrocknung und Nährstoffverlust. Wir säen Spinat, um die Erde bedeckt zu halten und auch Winterzwiebeln. Auch das herabfallende Laub wird auf den Beeten verteilt und eingearbeitet. Das geht so wie das Unterheben von Eischnee in einen Teig.

Die Pflanzscheiben der Beerensträucher werden unter dem fachkundigen Auge von Frau Voege unkrautfrei gemacht.

Die Pflanzscheiben der Beerensträucher werden unter dem fachkundigen Auge von Frau Voege unkrautfrei gemacht.

So manche Ackerwinde muss ihr Leben lassen, weil sie dem jungen Wuchs im Frühjahr zu viele Nährstoffe nehmen würde. Dazu düngen wir auf natürliche Art mit Hornspäne. Frau Voege dünnt die Sträucher aus, so dass sie weniger pilzanfällig sind und Feuchtigkeit schneller verdunstet. Auch bei den Himbeeren werden die Triebe des letzten Jahres herausgeschnitten.
Ab und zu haben wir auch kleine Helfer, die interessiert mitanpacken. Auch Gerätepflege will gelernt sein!

Im Winter beschäftigen wir uns nun mit der weiteren Planung des Gartens. Ein neues Gartenhaus muss her! Wollen wir den Garten mehr auf Erholung oder Entdeckung trimmen? Wir besprechen das nach einer theoretischen Einheit über den Gärtnerberuf. Frau Voege wird uns planerische Ideen liefern, die wir dann in der Gruppe diskutieren und überprüfen, ob wir sie auch realisieren können.

Aus den Ideen der 9. Klasse hat Frau Voege inzwischen einen fachgerechten Gartenplan angefertigt.

Im Februar starteten wir mit der Umsetzung. Nicht wenige Pflanzen mussten versetzt werden, so z.B. unser gelber Frühblüher, die Forsythie.

Zwei Tage vor dem Mittelschultag lag noch Schnee im Garten! Noch schnell ein Foto vom alten Anblick, denn dieser gehörte ab da der Vergangenheit an. Dank der Unterstützung vom Bauhof wurde nun ausgemistet, abgerissen, weggetragen, umgeackert, abgehobelt und neu gestrichen. Die Schüler der 7. bis 10. Klasse zeigten einen sehr engagierten Arbeitseinsatz und auch die Kollegen legten sich ins Zeug. Die gemeinsame Arbeit war ein echtes Highlight in diesem Schuljahr! Bravo!
Nach den Aufräumarbeiten ging es weiter mit der Fertigstellung des Hochbeets.

Die Jungs aus der 8ü arbeiteten den inzwischen gelieferten Mist vom Demeterhof ein. Dank Tamas wurde alles gut festgetreten und vorbereitet für die Hochbeeterde. Vielen Dank dir, Tamas, dass du dir für diese Arbeit nicht zu fein warst. Ein geruchliches Andenken haben wir beide an diese Aktion!

Nun konnten wir das Hochbeet bepflanzen.
Weiter ging es mit ...Unkraut jäten! Es ist nicht zu fassen, wie unendlich oft dieser Arbeitsschritt das Gärtnerleben mitbestimmt. Bevor die Wege angelegt und gemulcht oder gekiest werden können, ist diese Vorarbeit nötig. Auch der Eingang wurde verlegt und der alte Durchlass mit Hainbuchen aus dem Wildwuchs um das alte Gartenhaus zugepflanzt. Eine Weile hatten wir statt Beete einen „Schulacker“. So oft waren die Beete und Wege durchgeackert worden.
In der Zwischenzeit hatte die 9. Klasse mit Herrn Landthaler das neue Gartenhaus gebaut. Ein Fundament war gepflastert worden und das neue Haus stand innerhalb einer Woche. Vielen Dank euch allen für all diese Tatkraft!

Wie immer steckt der Teufel im Detail: So viele Rundhölzer mussten noch eingeklopft werden, etliche Regalbretter montiert und das Schloss an der Hüttentür angebracht werden.

Nun fehlt nur noch die Regenrinne, die nach den Prüfungen geteert am Dach befestigt werden muss. So haben wir in der heißen Jahreszeit immer weiches Regenwasser und sind etwas unabhängiger vom Gartenschlauch.
Mit den Techniker in 8/9 kofferten wir die Wege aus ... und noch einen Tag ... und noch einen Tag ... und noch einen Tag. Es war wirklich mühsam, aber – es ging doch voran.

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Eine Woche später sah man schon deutlich den Vergleich:

Tamas und Duong räumten zufrieden auf.

Nun war so langsam auch mal wieder Zeit für die feineren Arbeiten.
Elisabeth und Louis schnitten die Hecke in Form, und die 8ü baute ein Insektenhotel.
Die Himbeeren wurden neu gestäbt und Jenny, Laura, Sophia und Aylin aus der 5.Klasse kümmerten sich um alle Früchte im Beet. Der Blumenkasten am Gartenhaus wurde bepflanzt und Vivien und Maria richteten das Gartenhaus ein. Nun hat alles eine schöne Ordnung. Hier ist ein echt toller Arbeitsplatz entstanden! Sogar die Ameisen finden das und haben sich fest eingemietet – mit Ameisenstraße an der Seitenwand!

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Endlich, endlich ist nun die Verwandlung fast abgeschlossen. Schaut mal, was wir in diesem Schuljahr alles verwandelt haben: Gartenhaus, Hochbeet, Wege und Beete. Ist das zu glauben? Das haben wir alles selbst gemacht! Wir können stolz auf diese Gemeinschaftsleistung sein.

Bei der Arbeit
Bei der Arbeit
Vorher
Vorher
Geschafft
Geschafft
Nachher
Nachher